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jueves, 9 de diciembre de 2010

Ich wünsche dir Zeit (Te deseo tiempo)

Aquí os dejo una perla de Elli Michler, titulada "Ich wünsche dir Zeit" (= Te deseo tiempo).
La traducción al castellano está al final del post.
Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.
.
Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.
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Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.
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Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.
.
Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!
.
(Traducción: No te deseo todos los dones posibles del mundo/sólo te deseo lo que la mayoría de las personas no tienen./Te deseo tiempo para gozar y para reír;/y si lo aprovechas, que puedas incluso hacer algo de ti./Te deseo tiempo para tu hacer y para tu pensar;/y no sólo para ti, también para regalar./Te deseo tiempo, no sólo para que vayas deprisa y corriendo,/sino tiempo para que puedas estar contento./Te deseo tiempo no sólo para “pasarlo”./Deseo que te sobre tiempo para la admiración/ y tiempo para la confianza,/en vez de tiempo para sólo mirar al reloj./Te deseo tiempo para alcanzar las estrellas y tiempo para crecer,/esto es, para madurar./Te deseo tiempo para esperar de nuevo y para amar de nuevo./No tiene ningún sentido retrasar ni perder este tiempo./Te deseo tiempo para encontrarte;/y que cada día, cada hora, lo experimentes como felicidad./Te deseo tiempo también para perdonar deudas./Te deseo tiempo: ¡que tengas tiempo para vivir!.)

viernes, 27 de febrero de 2009

Über Feuerbach

(Aquí, en Castellano)
Dieses Post ist die Antwort auf die Josephs Frage nach der Wichtigkeit Feuerbachs in der Philosophiegeschichte.

Die Frage nach der Stellung Ludwig Feuerbachs innerhalb der zeitgenössischen Philosophiediskussion läßt sich zweifelsfrei mit "unbedeutend" beantworten. In der Tat, welche Rolle sollte ein Denker, der sich vorzüglich mit dem spekulativen Idealismus auseinandergesetzt hat, in einer Gegenwart noch spielen, die ihre "Vollendung" im Hegelschen Sinne schön längst hinter sich gebracht hat, was bedeutet, dass dis historische Faktizität unberührt bleibt sowohl von der philosophischen Annahme eines die Geschichte ordnenden absoluten Geists als auch umgekehrt von der Annahme, dass Geschichte ein allgemeines Bewusstsein schaffe. Mit anderen Worten: im gleichem Maß, in dem die theoretische Auflösung des dialektischen Verhältnisses von Sein und Bewusstsein sich verzögerte, rollte die geschichtliche Macht der Verhältnisse über die Antipoden hinweg und stellte den fragenden Menschen in eine zerfallende Wirklichkeit, in der nicht einmal -obgleich von Hegel versprochen- die Begriff ganz gebleiben sin. Hegels geschischtsphilosophie Entwurf hat sich geschichtlich zu Ende gebracht, ohne dass die dabei enstandene Frage nach der Einhei der menschlichen Wirklichkeit hätte geklärt werden können. Die Auseinanderstzung mit dieser Fragestellung, der in Feuerbachs Denken zentrale Bedeutung zukommt, kann jenen erkenntnistheoretischen Freiraum schaffen, innerhalb dessen der "Sturmlauf der Geschichte" angehalten wird zwecks Konstitution einer zukünftigen Wirklichkeit.

Feuerbachs raidikale Hegel-Kritik wirft ihre Schatten voraus in unsere Zeit. Vorbei an Marx und Engels, die der Gefahr der Verselbständigung von Zwecksetzungen innerhalb der Theoriebildung zuwenig Beachtung geschenkt haben, weis Feuerbachs Kritik der Hegelschen Begriffswirklichkeit unmittelbar auf die Problemlage der zerfallenden bürgerlichen Gesellschaft, deren Zersetzungsprozess genau dadurch gekennzeichnet ist, dass der abstrakten Begriffsstruktur, der sich die bürgerliche Verfassung verdankt, keine innliche Wirklichkeit mehr zugrunde liegt.

Das bürgerliche Bewusstsein verstrickt sich in abstraktem Denken, welches die sinnlichen Einzelheiten auslöscht, und zwar so unwiderruflich, dass der "gesunde Menschenverstand" in seiner intersubjektiven Funktion, nämlich den unmittelbaren Praxisvollzug nach Geschichtpunkten der sinnlichen Vernunft zu ordnen, aus der Bahn der Vernunft geworfen wird. Macht Theorie sich dadurch unübersetzbar ins menchsliche Handlungsgeschehen, dass ihr Abstraktionsverfahren sich soweit gegenüber den sinnlichen Gegenständen verselbständigt, dass es in diese nicht mehr zurückfindet, dann muss Theorie sich neu bilden, um jenen Bogen zur Praxis schlagen zu können, der allein dazu imstande wäre, das einheitsstiftende Moment von Theorie unter Beweis zu stellen. In diesem Sinne ist Feuerbachs Kritik am abstrakten Denken nicht weniger aktuell als zu Zeiten der Hegelnachfolge, denn das Problem des vom sinnlichen Sen abziehenden Denkens, welches uns statt der versprochenen, unter konstitutiven Bedingungen stehenden Wirklichkeit nur deren Abzug frei Haus liefert, ist vielleicht weiter von seiner Lösung entfert al je zuvor...